Stehgeräte

 

Warum Stehen so wichtig ist

Kein Kind kommt auf die Welt, um für den Rest seines Lebens nur flachzuliegen oder nur zu sitzen. Im Gegenteil! Alle Körperfunktionen des Menschen sind auf die Vertikale optimiert, alle Organe des Menschen funktionieren „nach unten“. Deshalb haben kleine Kinder einen angeborenen Drang zum Aufrichten und Laufenlernen. Sie können gar nicht anders: Alle physio-motorischen Entwicklungsschritte (greifen, rollen, sitzen, robben, krabbeln, stehen, laufen) folgen einzig diesem Ziel. Sie sind die Voraussetzung für die Interaktion mit ihren Mitmenschen. Was Kinder dann mit und durch ihre Motorik erleben, ist ein wahres Feuerwerk von Sinneseindrücken, mit dem psychische, physische, kognitive und soziale Lernschritte ausgelöst werden. Gleichzeitig erfahren sie die Wechselwirkung von Ursache und Wirkung, Aufgabe und Lösung, Motivation und Belohnung.

 

 

 

Vom Greifen zum Begreifen – vom Stehen zum Verstehen.

Das Kind bewegt (mobilisiert) sich und nimmt mit seinen Sinnen wahr. Es ahmt nach, erinnert sich, probiert, vergleicht, verändert und verbessert. Dann wird es selbstständig, es entdeckt, erfindet und äußert schließlich Gefühle über diese Erfahrungen. Die kognitive Entwicklung ist von der motorischen abhängig und umgekehrt. Unsere Sprache spiegelt diesen Zusammenhang sehr deutlich, indem sie für kognitive Fertigkeiten Wortstämme aus der Motorik verwendet: begreifen, verstehen, erfassen, erfahren, wahrnehmen.

 

 

 

Vestibuläre Stimulation in der Frühförderung

Erheblich (mit)verantwortlich für diese Wechselbeziehung ist das nur wenige Millimeter große Gleichgewichtsorgan im Innenohr – das Vestibulum. Nur durch die Stimulation des Vestibulums entdecken Säuglinge das Thema räumliche Wahrnehmung – und mit ihr die Steuerung ihrer Motorik. Durch die vestibuläre Stimulation lernen sie zwischen oben/unten, hinten/vorne zu unterscheiden, sie lernen Seitenregulierung, Gleichgewichts- und Reflexkontrolle und in der Folge daraus einen kontrollierten Muskeltonus – die Basis jeder bewussten Motorik. Das dafür entscheidende Entwicklungsfenster liegt ca. zwischen dem 10. und 15. Monat.

 

Ein Hilfsmittel für die sensorische Wahrnehmung

Wenn einem Menschen aufgrund seiner Behinderung diese Entwicklung versagt ist, muss ein Hilfsmittel ähnliche sensorische Erfahrungen ermöglichen – wenigstens ersatzweise. Dazu hat SORG ein Konzept aus drei Modellen entwickelt, die alle schon ab dem frühen Kindesalter bis zum Jugendlichen eingesetzt werden können:

  • Boogie Fix, ein stationäres Stehgerät / ein stationärer Stehständer, bei dem alle Stützkomponenten feinstufig angepasst werden können.
  • Boogie Swing, bietet gegenüber dem Boogie Fix zusätzlich eine nach vorne neigbare Mittelsäule.
  • Boogie Drive, ein fahrbares Stehgerät mit neigbarer Mittelsäule, in dem der Benutzer sich selbstständig fortbewegen kann.

 

Selbstverständlich können bei allen drei Stehgeräten alle Körperstützen feinstufig auf den Patienten eingestellt werden, wodurch eine kontrollierbare Belastung des Skeletts ermöglicht wird. Gleichzeitig werden behutsam die Bänder, Sehnen und Muskeln stimuliert – auch die außerhalb der eigenen Wahrnehmung oder Kontrolle. Der komplette Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, die Atmung und die Verdauung werden angeregt und stabilisiert. Und alle drei Modelle sind ab der Frühförderung (ab 70 cm Körpergröße) geeignet und stehen in mehreren Rahmen-Größen zur Verfügung (bis ca. 150 cm Körpergröße).

 

Übersicht über die Stehfahrer und Stehgeräte

SORG Stehtrainer Stehgerät Boogie Fix schwarz grün

Boogie Fix

Behutsam belasten – aktiv stimulieren
Abhängig von der Therapie können die Benutzer im Stehtrainer Boogie Fix aufgerichtet und positioniert werden, um sie an eine behutsame Belastung der Muskulatur zu gewöhnen und ihr vegetatives System zu stimulieren.

 

 

 

SORG Stehtrainer Stehgerät Boogie Swing weiß blau 02

 

Boogie Swing

Balance und Gleichgewicht
Durch seine nach vorne neigbare Mittelsäule bietet der Stehtrainer Boogie Swing, zusätzlich zum Potential des Boogie Fix, die Möglichkeit den Gleichgewichtssinn zu trainieren. Damit kann unter anderem einer Seitendominanz entgegengesteuert werden.

 

 

Boogie Drive

Auf Augenhöhe mobil sein
Das fahrbare Stehgerät Boogie Drive vereint das aufrechte Stehen und die Neigungswinkelverstellung mit der Möglichkeit des eigenständigen Mobil-seins. Der Benutzer kann sich autonom fortbewegen. Daraus eröffnen sich ihm völlig neue Perspektiven, Wege und Möglichkeiten. Er kann während der Therapie an seinem Umfeld partizipieren und seinen sozialen Kontakten folgen. Das trägt entscheidend zur sozialen und emotionalen Entwicklung bei – und somit zum therapeutischen Erfolg und zu einer erfolgreichen Inklusion.

 

 

 

Überzeugen Sie sich selbst von unseren Stehfahrern und Stehtrainern. Gerne stellen wir Ihnen auch einen passenden Demostehgerät über ein Sanitätshaus in Ihrer Nähe zur Verfügung.

Sie haben spezielle Bedürfnisse, die mit unseren Stehtrainer-Modellen und deren umfangreichen Ausstattungsmöglichkeiten nicht abgebildet werden können? Kein Problem – melden Sie sich bei uns. Gerne entwickelt unser Sonderbau-Team eine passende und individuelle Lösung für Ihre Bedürfnisse.