Bauchliegewagen

 

Anforderung

Einen Rollstuhl für einen Benutzer, dessen Rumpf und obere Extremitäten fast „normale“ Größe entwickelt hatten, der aber vom Th10 (Pars thoracalis) abwärts extreme Dysmelien aufwies und dessen Unterkörper insgesamt in der Entwicklung enorm verzögert ist. Aufgrund dessen ist es ihm nicht möglich, weder stehend noch sitzend eine aufrechte Haltung einzunehmen, weil sein Becken der Last des Oberkörpers nicht standhält. Zusätzlich ist der komplette Muskeltonus ab dem Th10 abwärts geschwächt, wodurch auch mit einer Sitzschale keine Stabilisierung in der aufrechten Haltung ermöglicht werden kann.

 

Lösung

Mit diesem Bauchliegewagen (ergänzt durch eine entsprechende Schale) gelingt es dem Benutzer nun, völlig autonom seinen Rollstuhl anzutreiben. Dafür wurden die Antriebsräder nach vorne verlagert, damit er sie auf dem Bauch liegend und mit dem Gesicht in Fahrtrichtung betätigen kann. In den aktiven Phasen wird der Rollstuhl um 35° gekantelt, damit er besser kommunizieren und agieren kann. Die Feststellbremsen wurden ebenfalls in seine Reichweite verlagert. Ebenfalls innerhalb seines Aktionsradius ist die Schale für seine Beatmungsgeräte untergebracht, damit er auch hier ohne fremde Hilfe agieren und hantieren kann.